Krisenmanagement IT
Krisenmanagement IT

KRISENMANAGEMENT IN IT-PROJEKTEN

Wo Projekte an ihre Grenzen stoßen, entstehen Krisen. Entscheidend ist, wie wir sie nutzen, um das Vorhaben reifer und widerstandsfähiger zu machen.

Wenn Projekte straucheln, braucht es einen klaren Weg nach vorn

Ein Projekt ist in der Krise, wenn Termine reißen, Entscheidungen blockiert werden und das Team die Richtung verliert. Stakeholder arbeiten nicht mehr gemeinsam, Prioritäten verschieben sich – doch Ergebnisse bleiben aus.

Genau hier setzen wir an: mit einem strukturierten, praxiserprobten Vorgehen, das Ordnung schafft, Dynamik herstellt und Projekte wieder ins Laufen bringt. Unabhängig davon, ob agil gearbeitet wird, hybrid geplant wurde oder ein klassisches Vorgehensmodell zum Einsatz kommt – wir passen unsere Methode der Realität deines Projekts an.

Denn jedes Vorhaben ist einzigartig und braucht eine Lösung, die funktioniert – nicht eine, die nur auf dem Papier gut aussieht.

Phase 1: Lagebild erfassen

Wir verschaffen uns einen unabhängigen Überblick.

Projekt-Zusammenarbeit ist wie ein mehr oder weniger kooperatives Brettspiel mit vielen Mitspielern. Es ist wichtig zu verstehen, welches Ziel jeder einzelne Spieler hat und wann er das Spiel als gewonnen betrachten würde. Möglicherweise werden hier schon Zielkonflikte sichtbar.

Eine weitere zentrale Fragestellung betrifft die Ablauforganisation. Wie verläuft in der Organisation der Prozess, einen Wunsch der Fachabteilung als umgesetzten IT-Source Code in die Produktionsumgebung zu bringen?

–       Wer definiert die fachlichen Wünsche?

–       Wünsche in Anforderungen transformiert, priorisiert und abgestimmt?

–       Wie werden diese Anforderungen in stabilen, wartbaren produktiven Source Code umgewandelt?

Bei Beantwortung dieser Fragestellungen entsteht automatisch Transparenz über die Projektziele, Kommunikation & Stakeholder, Scope und Anforderungen, Konflikte und Abhängigkeiten. Und dies ist komplett unabhängig vom praktizierten Liefermodell (Agil, Wasserfall, Hybrid)

Wichtigstes Ergebnis: Handlungsfeldkarte mit den wichtigsten Problemzonen, bei denen sofort gehandelt werden muss

Phase 2: Stabilisieren & Sofortmaßnahmen umsetzen

Im Sinne von „erster Hilfe“ identifizieren wir Engpässe, führen Sofortmaßnahmen durch und sorgen für erste Entlastung. Stakeholder werden abgeholt, der Projektrhythmus wird wiederhergestellt.

Wichtigstes Ergebnis: Projekt-Reset. Das „Liefern“ wird wieder hergestellt

Phase 3: Neu ausrichten

Nachdem erste Stabilisierung erfolgt ist, geht es jetzt darum, das Projekt strategisch und operativ neu aufzustellen – mit einer Planung, die nicht auf Wunschdenken basiert, sondern auf belastbaren Fakten, klaren Rollen und neuem Vertrauen.

Hierbei gibt es 3 Betrachtungsbereiche:

1. Scope und Timeline

Die Kernfrage hierbei ist: Was ist realistisch erreichbar – in welchem Zeitrahmen – mit welchem Aufwand? Dazu analysieren wir im Team, auf Basis klarer Ziele, Szenarien für eine realistische Projektplanung.

  • Anforderungen werden neu priorisiert und Aufwände ggf. neu geschätzt
  • Abhängigkeiten bei Anforderungen werden identifiziert
  • Anforderungen rausgeworfen oder für ein Folge-Releases eingeplant, die zu viel Risiko oder zu wenig Wert bringen
  • Fachbereiche eingebunden: „Was ist jetzt wirklich kritisch?“
  • Lieferanten werden betrachtet

2. Governance

Es wird untersucht, ob die aktuellen Entscheidungsprozesse helfen oder die Projektarbeit behindern. Acht Wochen auf einen Steuerkreistermin zu warten, um eine kleine Entscheidung zu erhalten, ist in der jetzigen Zeit nicht mehr tragbar.

  • Wer entscheidet, wer liefert, wer eskaliert?
  • Passen die Regeltermine und Reporting-Kanäle noch?

3. Team-Check

  • Team-Check: Wer bleibt? Wer braucht Unterstützung
  • Konflikte klären, neue Rollen besetzen
  • Kommunikation verbessern, Ownership erzeugen

Ergebnisse:

  • Ein Projekt, das wieder steuerbar ist.
  • Ein Plan, der umsetzbar ist – und nicht illusionär.
  • Ein Team, das weiß, wofür es arbeitet – und wofür nicht.

Phase 4: Operativ führen und liefern

Nach der Neuausrichtung beginnt die entscheidende Phase: Jetzt geht es darum, dass Planung zur Realität wird – mit klarer Führung, sichtbarem Fortschritt und messbaren Ergebnissen.

Wir etablieren feste Zyklen (Sprints oder Meilensteine), bringen Rhythmus in das Projekt und schaffen Orientierung im Alltag. Dazu wird der Fortschritt über Review-Termine und Fortschrittsberichte sichtbar gemacht. Dazu schaffen Testplanung, Abnahmekriterien, Definition of Done, Go-Live-Vorbereitung belastbare Standards für Ergebnisse, die nicht nur „fertig“, sondern auch verwertbar sind.

Wichtigste Ergebnisse:

  • Ein stabiler Projektfluss
  • Klarer Fokus auf Umsetzung
  • Wiedergewonnenes Vertrauen bei Stakeholdern und Führungskräften

Phase 5: Übergabe

Entweder wird das Projekt mit externer Unterstützung vollbracht und nach Fertigstellung in die Linie übergeben oder es erfolgt ein reibungsloser Übergang in die Eigenverantwortung. Dazu helfen wir, etablierte Routinen in der Organisation zu verstetigen.

Wichtigste Ergebnisse:

  • Ein stabiles Projekt – bereit für Go-Live oder Abschluss

  • Ein sauberer Übergang, der auch ohne externe Steuerung tragfähig bleibt

Ihr aktuelles Projekt steht auf der Kippe?
In einem kurzen Gespräch schauen wir gezielt auf ihr Projekt und identifizieren Stellschrauben für den Turnaround.
Schreib Sie mir gern, damit wir ihr Projekt wieder auf Kurs bringen.

Tino Volbracht